Einladung zur Fotoausstellung von Peter u. Thomas Rössing - St. Pauli Elbtunnel

October 04, 2019  •  Kommentar schreiben

 

Fotoausstellung
von
Peter und Thomas Rössing

" St. Pauli Elbtunnel - Alter Elbtunnel "

    vom 17.10.2019 - 12.12.2019
 

Der am 7. Mai 1911 - unter großer Anteilnahme der Bevölkerung - eröffnete St. Pauli Elbtunnel - in Abgrenzung zum seit 1975 bestehenden Neuen Elbtunnel, auch Alter Elbtunnel genannt - unterquert die Norderelbe auf einer Länge von 426,5 m und verbindet mit 2 Tunnelröhren die nördliche Hafenkante bei den St. Pauli Landungsbrücken mit der Elbinsel Steinwerder.

Alter ElbtunnelAlter Elbtunnel

Als sich das Wachstum des Hamburger Hafens mehr und mehr auf die der Stadt gegenüberliegende südliche Elbseite verlagerte und die hier ansässigen Werften  Blohm & Voss, AG Vulcan und die Reiherstiegwerft zum Ende des 19. Jahrhunderts die wirtschaftlichen Boomjahre erlebten,  wurde letztlich der Bau eines Tunnels notwendig, um dem immer größer werdenden Chaos auf der Elbe bei Arbeitsbeginn und - ende sowie Schichtwechsel, entgegenzuwirken. Insgesamt waren um die Jahrhundertwende im Hamburger Hafen ca. 20.000 Werftarbeiter und 25.000 Hafenarbeiter beschäftigt.

Alter ElbtunnelAlter Elbtunnel



Der  St .Pauli Elbtunnel  war die erste Flussuntertunnelung des Kontinents und galt damals als technische Sensation. Vorbild für den Elbtunnel war der (allerdings nicht annähernd so lange) Harbour Tunnel in Glasgow, von dem die Erbauer sich auch die Technik mit den Aufzügen abschauten. Es war eben die Ära der technischen Neuerungen, denn als der Elbtunnel 1911 eröffnet wurde, lief die „Titanic“ vom Stapel und in München war der weltweit erste Fernsehapparat zu bestaunen.

Alter ElbtunnelAlter Elbtunnel


Am 22. Juli 1907 begann die Firma Philipp Holzmann AG, auf der Halbinsel Steinwerder mit den Bauarbeiten. Durch die unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten mussten drei unterschiedliche Bauverfahren angewandt werden. Auf der Steinwerderseite wurde die vertikale Ausschachtung mittels Senkkasten angewendet, auf der St. Pauliseite kam die Betonringbauweise zur Anwendung, während die Tunnelröhren im Schildvortriebverfahren auf einer Sohlentiefe von 24,0 m unter 2,6 atü Druckluft ausgeführt wurden. Der Tunnel verfügt über keine Zufahrtsrampen. Die Fahrzeuge werden stattdessen in je 4 Fahrkörben pro Schacht befördert, das sind seit 1911 Trommelaufzüge mit Gegengewichten. Aufzüge und Tunnel wurden so gebaut, daß eine Pferdekutsche mit einer Spurbreite von 1,65 m (ist 1,92 m) und bei aufgeständerter Peitsche = 6,0 m sowohl in den Aufzug als auch in den Tunnel paßt.   >> Seit 2003 besteht Denkmalschutz. <<

 

Die Ausstellung in der Volksbank Bennigsen wird am 17. Oktober um 16 Uhr eröffnet und ist dort bis zum 12. Dezember 2019 während der üblichen Öffnungszeiten zu sehen.

 
 
 

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